YouTube schlug mir jüngst diesen YouTuber mit dem Namen EBURD vor, der mir bislang völlig unbekannt war.

„Weltuntergang 2020 Endzeit in Deutschland Eburds Prophezeiung“

Was es auch immer war, warum ich überhaupt dieses Video anklickte, die Überraschung war sehr groß zu hören, wie es engagierten YouTubern so im Netz geht mit der Resonanz auf ihre Beiträge.

EBURD gibt tiefe Einblicke in sein persönliches Seelenleben. Seine höchst umfangreichen Darstellungen über die Erfahrungen mit Kontakten im Netz sind – einem Kaleidoskop gleich – ein Rundumblick an Facetten zwischenmenschlicher Interaktionen. Bisweilen amüsant zu hören und dann auch wieder – dem Sozialergebnis nach – einfach nur abstoßend. EBURDs Konklusion findet sich in Summe gesehen wohl darin, dass die Endzeit in zu häufig fehlendem Sozialverhalten und Empathiefähigkeit zu suchen ist.

Beim Ansehen dieses Videos erhielt ich EBURDs Antworten auf folgende Fragen:

– Wie sozial sind die sozialen Medien?

– Wieviel Freunde sind unter den Freundschaftsanfragen?

– Sind auch Normale im Netz, oder nur die psychisch kranken?

– Ist Einsamkeit das treibende Motiv für den Schrei nach Aufmerksamkeit und Kontaktsuche im Netz?

– Ist alles nur eine gigantische Illusion in den Diensten der Datensammler zu unserem Sozialverhalten?

Am Ende verfestigte sich bei mir das Bild, dass soziale Medien dreierlei sind:

a) ein großer Etikettenschwindel, denn sozial schaut anders aus;

b) die Gefahr bergen Energie- und Lebenszeitdieben auf den Leim zu gehen;

c) unentbehrlich nach der Höhe der Skalierbarkeit (Viralitäts-Faktor).

Man kann von sozialen Medien noch so enttäuscht sein, wenn alle das gleiche tun, muss man sich die Ignoranz des Mega-Trends schon gut überlegen und noch mehr sich leisten können.

Wo die Formel für die rechte Dosis in der Nutzung von sozialen Medien liegt muss jeder selber per Trial-and-Error herausfinden. Ganz persönlich orientiere ich mich an der Losung: so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Fazit:

I: Marketing kommt ohne die sozialen Medien schon lange nicht mehr aus.

II: Freunde findet man am ehesten in Begegnungen im echten Leben, die man leider in Corona-Zeiten weniger leicht knüpfen kann.

III: Soziale Medien können ohne jeglichen Zweifel einen großen Informationsbeitrag leisten.

Der Bildungsnutzen über Bücher wird dadurch nicht ersetzt. Bücher haben den Vorteil, dass man sich über eine längere Zeit vertieft mit einem Thema auseinandersetzt, geistige Verdauungspausen einlegen und durch unterstreichen und hervorheben damit arbeiten kann.

Am Ende durchdringt und überblickt man damit die Dinge aus der Frosch- wie aus der Vogelperspektive.

IV: Soziale Medien können die eigene Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die Souveränität im Umgang mit dem Weltgeschehen (Salutogenese) verbessern, tun es aber nicht in gleichem Umfang wie dies ein „g’scheites“ Buch zu leisten vermag.

Autor: Norbert W. Schätzlein

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