Steve Jobs (Gründer von Apple, 1955-2011) berühmte Stanford-Rede vom 12.06.2005 vor Uni-Abgängern kennt vielleicht jeder.

Sie ist beeindruckend und verdient das Prädikat wertvoll.

Sich diese Rede zu vergegenwärtigen, lohnt sich auch nach Jahren noch. Dabei wollen wir uns in ein paar wenigen Gedanken nicht nur das Offensichtliche ansehen, sondern auch nach dem fragen, was zwischen den Zeilen steht.

Am Anfang spricht er davon, dass er an die Uni ging und die Sinnhaftigkeit der Studieninhalte hinterfragte.

Er brach ab und widmete sich Lerninhalten, die ihn wirklich interessierten und seinen Neigungen entsprachen. So besuchte er trotz seiner Exmatrikulation Kalligrafiekurse, die ihn in Bann zogen, weil sie dem Inhalt nach „schön, historisch und in einer Weise künstlich subtil waren, dass man sich ihnen nicht wissenschaftlich nähern konnte. Ich fand es einfach faszinierend“.

Er folgte seiner Neugier und Intuition, also einer inneren Stimme, die ihn aktiv werden ließ und seine Aufmerksamkeit fokussierte.

„Nichts davon hatte auch nur einen Hoffnungsschimmer eine praktische Anwendung in meinem Leben zu finden. Aber 10 Jahre später, als wir den ersten Macintosh-Computer entwarfen, kam es wieder zurück. Wir haben es (das Wissen) alles in den MAC einfließen lassen.

Begegnungen, Ereignisse und das Geschehene nach Punkten in die Zukunft zu verbinden ist unmöglich. Ihr könnte Eure Lebenspunkte nicht verbinden, wenn Ihr nach vorne schaut. Ihr könnt sie nur in der Rückschau verbinden. Denn Ihr müsst darauf vertrauen, dass sich die Punkte irgendwann in Eurer Zukunft verbinden werden. Ihr müsst auf etwas vertrauen, auf Euer Bauchgefühl, Euer Schicksal, Euer Leben, Euer Karma, oder was auch immer. Dieser Ansatz hat mich nie in Stich gelassen und er hat den entscheidenden Unterschied in meinem Leben (aus)gemacht.“

In einer weiteren Geschichte berichtet Jobs von seinem Rauswurf bei Apple, also dem Unternehmen, das er selbst gegründet hat. Hier hätte man aufgeben können, doch das entsprach nicht Jobs Selbstverständnis.

Er fokussierte sich neu entlang seiner Interessen und brachte mit seinem neu erworbenen Wissen in einem Comeback Apple zu dem, was es heute ist.

„Manchmal trifft Euch das Leben mit einem Backstein am Kopf; aber verliert dennoch nicht den Glauben (an Euch selbst).

Der einzige Weg, um wirklich zufrieden zu sein, ist genau das zu tun, was in Euren Augen eine große Aufgabe ist.

Die einzige Art eine große Aufgabe zu erledigen, ist zu lieben, was Ihr tut.

Wenn Ihr es noch nicht gefunden habt, sucht weiter. Gebt Euch nicht mit dem Erreichten zufrieden.“

Die dritte Geschichte handelt von einem Zitat über den Tod, das ihn seit seinem siebzehnten Lebensjahr begleitete und ihn tief emotional berührte:

Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Irgendwann wirst du Recht behalten.

Muhammad Ali

Jeder Tag ist wichtig. Und jeder Tag sollte ein Teil des Lebensplans sein und auf das gerichtet werden, was gut, richtig und wichtig für einen selbst ist.

Zusammengefasst brachte Jobs folgende Überzeugungen zum Ausdruck:

– Identität erwirbt man sich nicht, indem man in anderer Leute Fußabdrücke schreitet und fremde Ansichten/Meinungen vertritt. Ausschau halten nach dem eigenen Weg und ihn beherzt und zuversichtlich gehen, ist die Herausforderung.

– Nicht alle Studienabbrecher sind „Versager“. Von Michael Faraday, Thomas Edison, über Clint Eastwood, Harrison Ford, Richard Branson, Benny Andersson und Björn Ulvaeus bis Otto Waalkes und M. Zuckerberg treffen wir auf Personen, die sensationelle Karrieren realisierten als Autodidakten. Selbst ein Johann W. von Goethe wurde als Jurist (auch) zum Naturforscher und Dichterfürsten (Germanistik- oder Literaturstudium hatte er hingegen nicht).

– Auf dem Weg kann es zu seltsamen Begegnungen kommen und Ungereimtheiten können sich ereignen. Das große Bild zeigt sich nicht in den einzelnen Mosaiksteinen, sondern nur im Ganzen. Einen Schritt zurücktreten kann lohnen. Es gilt der Satz von Sören A. Kierkegaard bzw. Viktor E. Frankl: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

– Für was lohnt es sich wirklich seine Lebenszeit darauf zu verwenden, wenn am Ende – und hier stimmt das Wort alternativlos ausnahmsweise – der Tod wartet?

Es gilt, was einst schon Earl Nightingale sagte: „Erfolg ist die fortschreitende Verwirklichung eines lohnenswerten Ideals.“

– Hierher passen aber auch die Gedanken aus dem letzten Interview mit Aldous Huxley (1894-1963, Autor des dystropischen Romans Schöne neue Welt) vor dessen Tod: Die Menschen sollten einfach etwas freundlicher miteinander umgehen. … auch wenn Steve Jobs dies nie so gesagt hat. (Auch hier gilt: eigenständig weiterdenken.)

– Und, man stelle sich vor, jede/r Schul- oder Hochschulabgänger/in bekäme ein Persönlichkeitsprofil von seinen/ihren Eltern, Verwandten oder gar der Schule geschenkt mit auf dem Weg ins Berufsleben. Nicht irgendein Profil, sondern das erste multiperspektivische AURIS® Persönlichkeitsprofil mit dem ganzheitlichen Blick auf die junge Persönlichkeit. Welch ein Start, und wie viele Irrtümer könnten vermieden werden. www.siris-systeme.de – made in Ravensburg (Germany)

Autor: Norbert W. Schätzlein, 30.05.2021, Kontakt zum Autor: schaetzlein@siris-systeme.de

Quellen:

Bild von Steve Jobs: Von MetalGearLiquid, based on File:Steve_Jobs_Headshot_2010-CROP.jpg made by Matt Yohe – Eigenes Werk, based on File:Steve_Jobs_Headshot_2010-CROP.jpg made by Matt Yohe, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16232621

Der Tod muss abgeschafft werden: © by Bacon Brock, emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung und einer der bedeutendsten Denker unserer Zeit

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